Zum Autor

Zum Autor

Jahrgang 1952, aufgewachsen in Wien 16, Ottakring, Pflichtschule, vier Jahre Grafik in Wien 14, seit 1972 whft in der Steiermark, verheiratet, 2 Kinder;
Detektiv, Polizist, Seminarleiter und Vortragender, Uni Krems, BMVL, ORF udgl; Tontechniker, Musiker, Komponist ...

Denkender Mensch!

Zum Buch

Warum werden frustrierte Mitbürger plötzlich zu Wählern rechter Parteien? Woher kommt der Zorn, der sich durch Europa frisst? Und was passiert, wenn Demokratien ihre eigene Wehrhaftigkeit unterschätzen?
 
In diesem Buch erzählt der Autor in lebendigen und oft persönlichen Szenen, wie unterschiedliche Formen des Zorns entstehen und wie sie das politische Klima vergiften. Er beschreibt Begegnungen mit den „neuen Nachbarn“, mit enttäuschten Bürgern, mit überzeugten Rechtswählern und mit jenen, die sich zwischen Resignation und Radikalisierung verloren haben.
Gestützt auf belegbare Fakten zeigt er, wie globale Machtspiele, gesellschaftlicher Wandel und gezielte politische Strategien den Rechtsruck in Europa befeuert haben. Er blickt zurück auf die Nachkriegszeit, erklärt den Niedergang einst starker demokratischer Parteien wie der SPÖ und schildert, wie rechte Bewegungen daraus neue Kraft schöpfen konnten.
Das Ergebnis ist ein präziser Blick auf Ursachen, Dynamiken und Folgen. Von der Unterwanderung demokratischer Institutionen bis zur Instrumentalisierung von Migration. Von der politischen Müdigkeit vieler Bürger bis zum Wiedererstarken des Faschismus in den USA, das als Warnsignal für Europa verstanden werden muss.
 
Dieses Buch verbindet persönliche Erfahrungen, historische Zusammenhänge und klare Analysen. Es richtet sich an alle, die verstehen wollen, warum unsere Gesellschaft so verletzlich geworden ist und warum es heute wichtiger ist als je zuvor, rechtspopulistische Kräfte in Deutschland und Österreich nicht an die Macht kommen zu lassen.

 

Privates

Größter Wunsch:
In Frieden leben

Was magst Du am Liebsten:
Die Familie, meinen Hund

Was magst Du nicht:
Anführer, Despoten, Lügner

Lieblingskaberettist(in):
Lisa Eckhart

Lieblingskomponist:
Mozart

Liebstes Hobby:
Grafikdesign

Lieblingsfarbe:
Mokka in allen Varianten

Lieblingsgetränk:
Kaffee

Über mich

Während meiner Ausbildung habe ich gelernt, kreative Gedanken so rasch es geht in die Tat umzusetzen.
Während meiner Arbeit habe ich gelernt, dass der Kunde immer König sein sollte,
aber man es eben nicht allen recht machen kann.
Während meiner Tätigkeit als Trainer und Vortragender habe ich gelernt,
dass viele Meinungen über eine Sache oder ein Produkt existieren können.
Während meiner Zeit als Exekutivbeamter habe ich gelernt, dass man sich einiges gefallen lassen muss,
aber eben nicht alles.
Aber in all den Jahren habe ich nie verlernt, Menschen und Tiere zu achten!

Ich habe es gesehen

Ich bin seit dem Jahr 1968 Mitglied und seit dem Erreichen des Wahlalters auch Wähler der Sozialdemokratischen Partei in Österreich. In der Jugendzeit bekleidete ich diverse Referentenposten in meinem Wiener Bezirk, war Jugendvertrauensmann und mitverantwortlich für diverse Veranstaltungen, inklusive der üblichen Aufmärsche und Fackelzüge in Wien. Trotzdem ich aus Wien weggezogen bin und damit meine aktive Zeit bei der Partei beendet habe, hatte ich bis in die späten Neunzigerjahre noch viele und sehr gute Kontakte bis in die Löwelstraße. Ich habe gesehen, wie die Partei unter Kreisky ihre Erfolge erreicht hat, und ich habe erlebt, wie Kreisky bei Zwentendorf zu hoch gepokert hat. Ich habe gesehen, wie junge Rotwähler Ultrarot oder Grün geworden sind. Und ich habe auch erlebt, wie immer mehr ultrarote Weicheier auf Posten gekommen sind, die sie nie hätten bekommen dürfen. Ja, ich habe gesehen, wie die damals stärkste Partei durch die eigene Ideologie zu Grabe getragen wurde. 

Natürlich war es schwer, nach Kreisky einen geeigneten Nachfolger zu finden. Es gab sehr viele Diskussionen, aber dennoch meistens Fehlentscheidungen. Im Bundesgremium und im Präsidium wuchsen aber gerade in dieser Zeit Leute heran, die sich bei ihren Entscheidungen immer mehr von den Menschen distanzieren, die sie eigentlich vertreten sollten. Zu stark war der Einfluss der Wiener Vertreter in den Gremien, denn sie glaubten, durch die guten Wahlergebnisse in Wien alles fest in der Hand zu haben. Und sie stimmten immer nur nach denselben Kriterien ab: Der Kandidat muss aus ihren Reihen kommen und ihre Sprache sprechen. Die „Gscherten“ haben dabei nichts mitzureden. 

Ich habe es gesehen, ich habe es erlebt und ich habe mich abgewandt, von einer eingebildeten, präpotenten Minderheit, die dachte, man könne für ein ganzes Land sprechen.

Und nun, in der Gegenwart? Die Partei ist nach all diesem unsinnigen Handeln in einer dauerhaften Krise, weil mit dem letzten Kandidaten wieder nur ein Missgriff gelungen ist. Das, obwohl man durch die Dummheit des rechten Volkskanzlers es doch wieder einmal geschafft hat, in die Regierung zu kommen. Aber was macht man mit diesem Vizekanzler? Der die Gabe hat, aus Geltungssucht und Panik von einem Fettnäpfchen ins andere zu treten? Der den Koalitionspartner brüskiert, weil er seine Ideologie durchsetzen möchte? Ach so, man hat keinen Nachfolger. 

Woher auch! In den Landesorganisationen ist eine gewisse Paralysierung eingetreten. Man hat es aufgegeben, der Wiener Gesellschaft zum Wohle der Partei auf die Füße zu treten. Man hat akzeptiert, der Verlierer zu sein. Und man schweigt. Und auch wenn gewisse Kreise dem Vizekanzler skeptisch gegenüberstehen, traut man sich doch nicht, einmal so richtig aufzustehen und fachlich fundierte Argumente für ein andauerndes Scheitern des Kandidaten vorzubringen. Die Leute im Wiener Präsidium sind nicht in der Lage, die bisherigen Fehler einzugestehen, weil sie auch nichts Besseres anzubieten haben. Und das Beste: Ihrer Meinung nach haben alle anderen keine Ahnung von Politik. So der Vorwurf. Und die Herren selbst? Was die Partei benötigen würde, wäre ein Mann wie Kickl! Ja, einen, der auch die Wählerschichten dieser Partei erreichen könnte. Auch mit ein paar guten Aussprüchen, aber einem Programm gegen die Migration, gegen die Teuerung und gegen die hohen Energiepreise. Alles andere, was derzeit von der Regierung kommt, geht am Wählerinteresse komplett vorbei. Und während die Blauen bei ihrer geplanten Migrationspolitik ohnehin nur auf Methoden wie bei Trump zurückgreifen möchten, sollte das Programm der Roten eine vernünftige, aber dennoch spürbare Handhabung der Probleme mit den Migranten beinhalten. Wer nicht will, der soll auch nicht, sollte dabei die Direktive sein.

Und wer das alles nicht kapiert, wer weiterhin versucht, durch Passivität irgendwie am Ruder zu bleiben, wird spätesten bei der nächsten Wahl eine von bereits vielen ausgestellten Rechnungen serviert bekommen.  Und wenn die Blauen dann eine unmenschliche Migrationspolitik durchsetzen, haben die Roten durch ihre vornehme dumme Zurückhaltung allen bisherigen Migranten, aber viel mehr auch den Österreichern, einen enormen Schaden zugefügt. 

Ja, ich habe es gesehen, wie durch Dummheit, Präpotenz und hirnlose Ideologie einer bestimmenden Minderheit innerhalb einer Partei, andere Menschen zu Schaden gekommen sind.